Herbstcontainer 2011 sind doch noch voll geworden
Dank der ausgesonderten Sitzungsstühle aus dem Rathaus von Haar sind die Container mit jeweils 74 cbm doch noch voll geworden.
Jedes Jahr schicken die 18 evangelischen Kirchengemeinden aus dem Münchner Osten und Südosten 2 x 2 40 Fuß (= 2 x 74 cbm) Container mit Hilfsgütern zu ihren Partnergemeinden nach Tansania. Zu den 18 hiesigen Gemeinden kommen noch 8 – 10 auswärtige Gemeinden und andere Organisationen, die hauptsächlich Krankenhausmaterial schicken, dazu. Neben den vielen Kleidern sind es auch die erwähnten Krankenhausmaterialien, Nähmaschinen, Fahrräder, PCs, Solaranlagen, Handwerkszeuge und vieles andere mehr. Natürlich gibt es immer wieder die Frage, warum wir so viele Kleider nach Tansania schicken. Frau Christa Müller aus Poing, die zur Einführung des neuen Bischofs, Pastor Isaya Mengele, nach Tansania eingeladen wurde, hat dieses Problem auch mit den beiden Dekanen angesprochen.
Frau Müller fasste das Gespräch so zusammen:
„Die Reise in unsere Partnergemeinde Palangavanu war unaussprechlich gut. Freude und Herzlichkeit unaussprechbar.
Am ersten Tag hatten wir, Elvira (Elvira war die zweite Mitreisende) und ich, ein Gespräch in Makambako mit beiden Dekanen und einigen Pfarrern.
Wir sprachen den Container an, ob es nicht besser wäre Geld statt Ware zu schicken. Denn wir in Poing/Markt Schwaben haben immer viele cbm. Sofort kam von allen die Antwort, dass die Container unaussprechlich wichtig wären. Die „Ware“ kommt dann direkt zu den Familien, die diese dringend brauchen. Auch die Fahrräder sind besser als die chinesischen Räder. Wir schaden keiner Industrie. Hier im Hochland gibt es keine. Bitte hört nicht auf mit dem Container. In meinen Dörfern war der Dank auch sehr groß. In jeder Kirche wurde dafür herzlich gedankt.
Also, deine und unser aller Arbeit und Geld lohnt sich. Hab´ vielen Dank!“
Ich denke mir es ist immer wichtig über die Sinnhaftigkeit unseres Handelns mit den Partner zu sprechen.
Diesmal hatten wir Mühe die 148 cbm voll zu bekommen. Es wäre schade gewesen, wenn wir das Restvolumen von ca. 10 cbm zwar hätten bezahlen müssen, aber nicht nutzen können.
Aber dank der ausgesonderten Sitzungsstühle aus dem Rathaus von Haar sind die Container mit jeweils 74 cbm doch noch voll geworden.
Bei diesem Packbild können wir einen Blick auf die optimale Raumausnutzung, was ein gutes Raumgefühl und mindestens genau so viel Kraft erfordert, werfen.
Dass sich durch das Verstauen der obersten Kartonlage das Containerdach ausgebeult habe, ist sicherlich nur ein Gerücht. Aber trotzdem nicht ganz unwahrscheinlich
Das Abschlussfoto mit den lachenden Gesichtern, zeigt wie erfolgreich = voller Container, die Verladeaktion war.
Dann sind die Container am 15. Oktober über Bremerhafen in den Omanhafen Salalaha geschafft worden. Von hier aus sollten sie dann schnellstmöglich nach Dar es Salam verschifft werden und am 11. November dort ankommen. Aber es kam doch anders. Aus nicht bekannten Gründen erfolgt die Verschiffung von Salalaha erst am 22. November. Und die Container erreichen am Freitag, 2. Dezember den Hafen von Dar es Salam. Ein sehr ungünstiger Zeitpunkt, da am Wochenende nichts passiert und die Hoffnung, dass die Container noch vor Weihnachten in Makambako ankommen ist daher nicht sehr groß. Allerdings bin ich ab 6. Dezember in Tansania und hoffe das Clearingsverfahren, bzw. die Clearingszeit im Hafen günstig beeinflussen zu können.


